Ein ander Mal waren gar keine Quadrate mehr zu entdecken, obwohl er viel weniger Hölzer wegnahm.

Etwas gönnerhaft sagte er: "Will man mit weggenommenen Zündhölzern möglichst viele Quadrate zerstören, muss man halt die richtigen wegnehmen. Macht man es besonders geschickt, kann man sogar noch alle Rechtecke zerstören (In dem obigen Muster steckt gerade noch eines!). Die größte Kunst ist aber, mit möglichst wenigen Eingriffen möglichst alles zu zerstören", und mit theatralischer Miene nahm er nur ganz wenige Zündhölzer eines 4-mal-4-Feldes weg.

Tricksi war fassungslos! - Vor ihr lag ein Muster, das sie von den Fliesenböden der Florentiner Mosaike kannte! Da konnte man nur aufwachen und den Kopf mit einem Nachtspaziergang klären.


Die Februar-Frage lautet nun: Wie viele Quadrate stecken in dem 3-mal-3-Feld? Was ist die kleinste Anzahl an Zündhölzern, die man wegnehmen kann, damit alle Quadrate zerstört sind? Was ist die kleinste Anzahl an Zündhölzern, die man wegnehmen kann, damit sogar alle Quadrate und Rechtecke zerstört sind? Wer traut sich an die gleiche Frage für größere Felder?
Das Februar-Problem gehört mathematisch in das Gebiet der "Kombinatorik". Die Kombinatorik könnte man auch als "die Kunst des Zählens" bezeichnen. Ich staunte letzens nicht schlecht, als ich in einem Buch eine mathematische Abhandlung über die obige (berühmte) Scherzaufgabe las und eine abgebildete optimale Lösung für das 16-mal-16-Raster (!) abgebildet sah. Die Anordnung war tatsächlich identisch mit der Lösung eine der kniffligsten Teilaufgaben aus dem Mosaik-Problem vom Januar, das ich mir selbst ausgedacht habe, ohne auch nur im Traum an die Zündhölzer zu denken.

Die verwunderlichsten Zusammenhänge zeigen sich meist durch Zufälle!

Euer Wolfgang Lentner


Letzte Aktualisierung 13.02.04, (c) Wolfgang Thomas Lentner, http://www.wthlentner.de